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Bayern München gegen Borussia Dortmund – die ewigen Rivalen

Beitrag vom 15.05.2014 13:00 Uhr

Bayern München gegen Borussia Dortmund – die ewigen Rivalen

Borussia Dortmund und Bayern München sind zwei Fußballvereine der Superlative. Jedes Aufeinandertreffen gehört zu den spannendsten, aber auch umstrittensten Ereignissen der Saison. Viele Spieler sind Topstars im In- und Ausland, die erfolgreichsten Trainer gelten bis heute als Legenden. Doch nicht nur die Erfolge machen die beiden Giganten zu beliebten Vereinen, auch der Kult um Spieler, das Zusammenspiel der Mannschaften und das Engagement in der Jugendarbeit prägen ihr Image. Jeder Trainer hat sein eigenes Geheimrezept zum Erfolg und doch ist der Kampf um die Meisterschaft und andere Titel niemals einseitig.

1. Bundesligaduelle

Abbildung 1: Dortmunds Spieler bei der Siegesfeier 2011.

Bei Betrachtung der Ergebnisse in der Bundesliga hat Bayern München klar die Nase vorn. Mit 24 Titelgewinnen und acht Vizetiteln liegen die Bayrischen Kicker vor Borussia Dortmund mit nur acht Meistertiteln und acht Vizemeisterschaften. Im Verlauf der Jahrzehnte sind vor allem entscheidende Titelduelle erst in den 90ern und 2000ern aufgetreten.

Tabelle 1

Tabelle 1: Meister- und Vizemeistertitel seit 1931.

Die Duelle des letzten Jahrzehnts und vor allem der letzten Jahre haben sich bei den meisten Fans und Zuschauern ins Gedächtnis gebrannt. Insgesamt liegt bei den direkten Duellen der Club der Bayern ebenfalls auf dem ersten Platz. Von bisher insgesamt 102 Partien konnte Bayern München 47 für sich entscheiden, Dortmund gewann 25, und ein Remis gab es 30 Mal.

Tabelle 2

Diagramm 1: Der direkte Vergleich der beiden Mannschaften.

Quelle: http://www.fussballdaten.de/vereine/borussiadortmund/bayernmuenchen/

Immer wieder gelang den Borussen ein Sieg über die vermeintlich übermächtigen Bayern, zuletzt beim Rückrundenspiel 13/14 mit 3:0. In Dortmunds Siegesserie von 2010 bis 2012 konnte Bayern München kein einziges Mal dazwischen funken. 2010 und 2011 wurde Dortmund Meister, ohne ein Spiel gegen Bayern verloren zu haben. Erst nachdem die Borussen 2011 den DFB-Pokal holten, gewannen bei der ersten Begegnung in der folgenden Saison wieder die Münchner ein Duell.

2. DFB-Pokal und Champions League

2.1. DFB-Pokal

Abbildung 1

Beim Pokal des Deutschen Fußballbundes liegt auch Bayern München auf dem ersten Platz der ewigen Tabelle. Mit 17 Siegen in 20 Finalteilnahmen sind die Bayern klare Gewinner im direkten Vergleich zu Borussia Dortmund. Die Mannschaft steht mit drei Siegen und sechs Finalteilnahmen auf dem siebten Platz noch hinter Köln oder Frankfurt.

Abbildung 2

Quelle: http://www.dfb.de/index.php?id=160068

Im direkten Vergleich standen sich beide Vereine 07/08, 11/12 und 13/14 im Finale gegenüber. Bayern gewann 07/08 mit 2:1 nach Verlängerung und 13/14 mit 2:0, ebenfalls nach Verlängerung. Dortmund gewann 2011/2012 mit 5:3 das bisher torreichste Pokalfinalspiel der beiden Mannschaften.

Die Clubs begegneten sich viermal in den Vorrunden oder Qualifikationen für den DFB-Pokal, drei Mal siegten die Münchner, einmal die Dortmunder. Die Bilanz steht also auch beim DFB-Pokal mit fünf Siegen für die Bayern und zwei Siegen für Borussia ganz zu Gunsten der Münchner.

Abbildung 2

Das Double, also Pokalmeister und Deutscher Meister erlangte Dortmund bisher erst einmal im Jahr 2011/2012, Bayern München bereits zehn Mal. Als bisher einziger deutscher Verein erreichten die Bayern 2012/2013 das Triple, also Meisterschaft, Pokalsieg und Gewinner von Champions League, beziehungsweise Europapokal der Landesmeister. Das gewannen zuvor bisher nur sechs weitere europäische Mannschaften: Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven, Celtic Glasgow, Inter Mailand, FC Barcelona und Manchester United.

2.2. Champions League

Tabelle 2

Dortmund erzielte bisher erst einen Sieg der Champions League im Jahr 1997 gegen Juventus Turin. Bayern liegt mit fünf Siegen gemeinsam mit Liverpool auf Platz drei der Bestenliste vor AC Milan und Real Madrid.

In der direkten Gegenüberstellung ist vielen noch das letzte Champions League Finale 2012/2013 in Erinnerung, das einzige Finale der Champions mit zwei deutschen Mannschaften. Aus diesem gingen die Bayern mit 2:1 siegreich hervor.

Dortmund erreichte zwei Mal das Finale, Bayern zehn Mal. Im Verhältnis gleichen sich also sowohl bei den Borussen, als auch bei den Bayern Titel und Vizemeisterschaften aus.

Abbildung 2

In direkten Kontakt traten die Mannschaften neben dem Finale 12/13 zwei Mal aufeinander und zwar in der Saison 97/98. Mit einem folgenden Unentschieden und einem Sieg, war für Dortmund der Weg frei ins Halbfinale. Dort verloren die Borussen allerdings gegen Rekordpokalsieger Real Madrid.

Je nach Saison reagieren die Spielstärken beider Mannschaften im internationalen und nationalen Bereich anders, besonders bei direkten Duellen. Obwohl Dortmund zum Beispiel in der Saison 96/97 nur den dritten Platz erreichte, holte die Mannschaft 1997, damals unter Ottmar Hitzfeld, den bedeutenden Champions League Pokal.

In der Saison 2011/2012 wurde Dortmund Meister, Bayern Vize. Doch Dortmund schaffte es in dem Jahr nicht einmal über die Qualifikation der Champions League hinaus, während Bayern München den Sieg errang. Natürlich ist die Stärke der Gruppengegner dabei von entscheidender Bedeutung. Aber im direkten Vergleich ist es bezeichnend, wie der jeweilige Vize oder Dritte der Bundesliga sich im internationalen Feld stärker behauptet.

3. Jürgen Klopp vs. Josep Pep Guardiola

Keine Mannschaft kann ohne ihren Trainer Großes erreichen. Sowohl Bayern München, als auch Borussia Dortmund haben eine lange Tradition außergewöhnlicher Trainer und ihrer Verbindung zur Mannschaft. Das Verhältnis bestimmt Taktik und Zusammenhalt, so wie die Außenwirkung des Teams.

3.1. Jürgen Klopp

Wer an Jürgen Klopp denkt, denkt an Borussia Dortmund. Seit Juli 2008 hat der gebürtige Stuttgarter seine Dortmunder fest in der Hand. Mit zwei Meistertiteln und einem DFB-Pokal liegt er auf ähnlichem Erfolgskurs wie Borussia unter Trainerlegende Ottmar Hitzfeld. Dieser erreichte ebenfalls zwei Meistertitel und den Champions League Sieg 1997.

Klopp ist ein Meisterscout für junge Talente und setzt mit Dortmund schon lange auf den Nachwuchs, holt entweder Spieler aus den eigenen Reihen oder externe, jüngere Spieler dazu.

In der aktuellen Saison wechseln fünf Spieler aus der Dortmunder Jugend in die Profimannschaft im Alter von 19 bis 22. Trotzdem achtet der Verein unter Klopp auf eine ausgewogene Mischung der erfahrenen und jungen Spieler, zuletzt mit Henrikh Mkhitaryan von Shakhtar D., für 27,50 Millionen Euro.

Abbildung 5: Die Fans sind die Stütze der Mannschaften.

Auf dem Feld verlangt Jürgen Klopp von seinen Spielern vor allem flexible und schnelle Reaktionen. Das Gegenpressing nach Ballverlust gehört zu seinen Markenzeichen, im Training sind fast immer Ball und Spielelemente dabei. Mit seinen emotionalen Ausbrüchen und seiner direkten Art besitzt der Trainer mittlerweile Kultstatus unter Fans und Fußballfreunden. Mit der Borussia hat er noch bis 2018 einen Vertrag.

3.2. Josep Pep Guardiola

Pep Guardiola kam im Juli 2013 aus Spanien zum FC Bayern München. Zuvor trainierte er den FC Barcelona. Erfolge erzielte er mit den Spaniern im Rekordtempo, drei Mal spanischer Meister, zwei Mal Champions League Gewinner und weitere Pokalsiege.

Abbildung 6: Pep Guardiola feierte bereits mit dem FC Barcelona Erfolge.

Das Triple der Bayern war Fans und Spielern noch im Bewusstsein, der Anspruch enorm. Trotz einiger Schlappen, vor allem das Aus im Halbfinale gegen Real Madrid, blieb Guardiola mit den Münchnern auf Erfolgskurs, holte die Deutsche Meisterschaft zum frühsten Zeitpunkt nach 27 Spieltagen und sicherte sich den Pokalsieg über Borussia Dortmund.

Guardiola setzt bei München vor allem auf das Mittelfeld, deshalb teilte er Philipp Lahm dort die zentralen Aufgaben zu. Unter Jupp Heynckes spielte Lahm meist in der rechten Außenverteidigung. Mit einem Ballbesitz von über 70 Prozent gehören die Bayern zur absoluten Spitze weltweit, das versucht der Trainer zu halten. Guardiola kam selbst aus der Jugend von Barcelona, verfolgt aber die Bayernlinie der hochwertigen Einkäufe, wie Borussiazögling Mario Götze mit einer Ablösesumme von 37 Millionen Euro und Thiago Alcantára vom FC Barcelona für 25 Millionen. Trotzdem setzt auch Bayern auf den Nachwuchs, schließlich ist Superstar Philipp Lahm der eigenen Jugend entsprungen, und holt in diesem Jahr drei Nachwuchskicker in die Mannschaft. Guardiolas Vertrag läuft noch bis 2016.

Direkter Vergleich der Trainer:

4. Fazit

Im direkten Vergleich schneidet der FC Bayern München aufgrund seiner zahlreichen Erfolge eindeutig besser ab. Im direkten Vergleich der Begegnungen ist München ebenfalls auf Platz eins, aber je nach Saison mit unterschiedlich langen Pausen zwischen den Siegen. Die Präsenz der beiden Mannschaften in den Medien durch lukrative Werbeverträge von Spielern, Trainern und Ausrüstung, zeigt, wie erfolgreich auch die Marken Borussia Dortmund und Bayern München sind. Bayern München dominiert seit Jahrzehnten das Geschehen der Bundesliga, aber mit Dortmund hat die Mannschaft einen Rivalen erhalten, der zumindest die Kämpfe um die ersten Plätze wieder spannend gemacht hat. Auch auf internationalem Boden zeigt das Champions League Finale 2012/2013 wie lebendig und spannend Deutscher Fußball sein kann, wenn nicht nur eine Mannschaft die größte Stärke oder die besten Spieler hat.

Ein Garant für Erfolg sind vielleicht die Entscheidungen der Führungsetage von Bayern München. Mit geschickten Einkäufen aus erfolgreichen Mannschaften sammelt Bayern München seit Jahren die besten Talente national und international. Im Hintergrund steht eine stabile Wirtschaftlichkeit, die dem Verein viel Flexibilität verleiht. Dortmund stand 2005 kurz vor der Insolvenz, konnte sich gerade noch retten, unter anderem auch durch geliehenes Geld von den Bayern. Seitdem fährt der Verein eine stabile Linie und sammelt mit Klopp wieder einige Erfolge ein.

Das Geheimnis beider Mannschaften liegt wohl irgendwo zwischen den unterschiedlichen Personalien, ihrer Zusammensetzung, dem Rückhalt der Fans und dem guten Händchen für die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit.

Bildquellen:

Abbildung 1: Wikimedia.commons.org © Steffen Flor (CC BY-SA 3.0)
Abbildung 2: Wikimedia.commons.org © rayand (CC BY 2.0)
Abbildung 3: Wikimedia.commons.org © Tsutomu Takasu (CC BY 2.0)
Abbildung 4: Wikimedia.commons.org © Northwood09 (CC0 1.0)
Abbildung 5: Wikimedia.commons.org © Axel Schwenke (CC BY 2.0)
Abbildung 6: Wikimedia.commons.org © Christopher Johnson (CC BY-SA 2.0)

 
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